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25.04.2012 Emscher-Umbau: ein Jahrtausend-Projekt

Der Emscher-Umbau ist eine planerische und technische Herausforderung, die auch im europäischen Maßstab ihresgleichen sucht. Auf über 80 Kilometern Länge wird mitten im größten Ballungsraum Europas ein Fluss zurückkehren, der seit über 100 Jahren nur als offener Abwasserlauf existierte. Mit einem Investitionsvolumen von 4,5 Milliarden Euro und einer Projektlaufzeit von mehreren Jahrzehnten ist der Emscher-Umbau eines der größten Infrastrukturprojekte Europas. Der Gewässerumbau erfolgt in drei aufeinanderfolgenden Phasen, die teilweise bereits abgeschlossen sind (Bilder aus Unterdorstfeld, Am Mühlenberg - 2012 und 2013).

Im Zusammenhang mit dem Emscherprojekt steht auch der Bau der Hochwasserrückhaltebecken in Mengede und Ellinghausen. Der Phoenix-See in Hörde auf einem ehemaligen Stahlstandort ist ein europaweit einzigartiges Projekt zur Wiedernutzung einer Industriebrache und hat auch eine große Bedeutung als Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Hierzu zwei Filme aus dem NABU-Naturkanal:

Phoenixsee:
Beitrag aus dem NABU-Naturkanal

Hochwasserrückhaltebecken Mengede:
Beitrag aus dem NABU-Naturkanal vom 11.11.2014
Beitrag aus dem NABU-Naturkanal vom 28.11.2015

Kläranlagen

Erster Schritt ist die Dezentralisierung der Abwasserreinigung. Die Abwässer werden nicht mehr nur an der Rheinmündung der Emscher, sondern auch in der Region selbst geklärt. Seit der offiziellen Eröffnung des erweiterten Klärwerks Emschermündung im Juli 2001 ist diese Projektphase abgeschlossen; die gesamte für das neue Emschersystem benötigte Reinigungskapazität von rund 4,8 Millionen Einwohnergleichwerten steht inzwischen zur Verfügung. Insgesamt bewältigen vier biologische Großkläranlagen die häuslichen und industriellen Abwässer der Emscherregion.

Abwasserkanäle

Von insgesamt 400 Kilometern Abwasserkanälen sind mehr als 190 Kilometer einschließlich der dazugehörigen Regenwasserbehandlungsanlagen fertig gestellt. Die meisten der bereits gebauten Kanäle entstanden bisher an den Nebenläufen der Emscher. Inzwischen wurde aber auch an der Emscher selbst mit dem Bau von Abwasserkanälen begonnen.

Ökologische Verbesserung der Gewässer

Sind die Gewässer von ihrer Abwasserfracht befreit, so können sie naturnah umgestaltet werden. In Dortmund ist der Umbau bereits in weiten Teilen vollzogen. Pflanzen- und Tierwelt haben in den ökologisch verbesserten Gewässerabschnitten begonnen, ihren Lebensraum zurückzuerobern.


Was steht an?

  • 26./27.8.2017, 10-17 Uhr: Heidemarkt im Botanischen Garten Rombergpark
  • 2.9.2017, 10-16 Uhr: Tag der Vereine vor der Reinoldikirche
  • 3.9.2017, 10.30-13.00 Uhr: Geocaching für Kinder von 8-12 Jahren auf Phoenix-West
  • 9.9.2017, 12-16 Uhr: Hofladenradtour
 

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