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25.04.2012 Naturschutzverbände veröffentlichen Grundsätze für forstwirtschaftliche Maßnahmen in Dortmunder Wäldern

Die Dortmunder Naturschutzverbände BUND, NABU und LNU haben im Februar 2009 folgende Grundsätze für forstliche Maßnahmen in Dortmunder Wäldern verabschiedet. Anlass waren die aus der Sicht der Verbände übertriebenen Abholzungen im Naturschutzgebiet Dellwiger Bachtal / Deipenbecker Wald.

1. Alle im Bereich rechtsgültiger Naturschutzgebiete geplanten waldwirtschaftlichen Maßnahmen sind vor Festlegung des räumlichen und sachlichen Umfangs der Arbeiten mit der Unteren Landschaftsbehörde, dem Beirat bei der Unteren Landschaftsbehörde und den ehrenamtlich tätigen Naturschutzorganisationen abzustimmen. Nach dieser Prämisse sind auch alle zukünftig unter Schutz gestellten Wälder zu behandeln.

2. Nur durch eine naturnahe Waldwirtschaft und durch gezielte Maßnahmen des Biotop- und Artenschutzes kann die biologische Eigenart und Vielfalt unserer Wälder erhalten werden.

3. Die bedrohten Lebensgemeinschaften des Alt- und Totholzes sind zu schützen. Mindestens 5 % des Totholzes sollte im Wald bleiben.

4. Bäume mit Spechthöhlen oder durch Fäule entstandenen Höhlen sowie Bäume mit wertvollen Epiphyten-, Pilz- oder Kleintiervorkommen sollten als geschützte Objekte ausgewiesen und von jeder Nutzung ausgeschlossen werden.

5. Bäume mit Horsten von Greifvögeln sind für die Dauer der Horstnutzung nicht zu beeinträchtigen. Während der Brutzeit dürfen keine störenden Eingriffe oder Arbeiten in einem Umkreis von etwa 100 m bis 200 m um den Horststandort erfolgen.

6. Standorte mit fremder Waldvegetation - Fichtenbestände auf Quellstandorten, an Fließgewässern sowie auf sonstigen Feuchtstandorten - sind zu renaturieren.

7. Auf die Aufforstung von Waldwiesen und -weiden sollte verzichtet werden.

8. Bestandsschonende Holzernteverfahren sind zu favorisieren. In allen Einzelfällen sollte der Einsatz von Rückepferden geprüft werden. Diese ökologisch sinnvollere Betriebstechnik ist langfristig höher einzustufen, als ein augenblicklicher finanzieller Mehraufwand.

9. Verzicht auf Kahlschlag. Stattdessen nur Einzelbäume oder kleine Baumgruppen wirtschaftlich nutzen.

10. Alle Gewässer und Siepen sind als äußerst wertvolle Biotope zu erhalten. Eine Nutzung ist auszuschließen. Lediglich Maßnahmen zum Erhalt oder zur Verbesserung der Lebensräume dürfen durchgeführt werden.

11. Alle Maßnahmen sind in der Zeit von Anfang August bis Ende Februar durchzuführen, ausgenommen sind die Tätigkeiten, die aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht wahrgenommen werden müssen.


Was steht an?

  • 22.6.2017, 19:00 Uhr: BUND-Monatstreffen
  • 24.6.2017, 11-15 Uhr: Arbeitseinsatz im NSG Auf dem Brink
  • 1.7.2017, 15-20 Uhr: Sommerfest BUND/NABU
  • 23.7.2017, 11-14 Uhr: Führung über den Hauptfriedhof
  • 26./27.8.2017, 10-17 Uhr: Heidemarkt im Botanischen Garten Rombergpark
 

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