Sie befinden sich hier:

25.04.2012 Wald-AG des NABU Dortmund

Pünktlich zum von den Vereinten Nationen ausgerufenen „Internationalen Jahr der Wälder“ 2011 wurde sie gegründet: die Wald-AG des Naturschutzbundes Deutschland - Stadtverband Dortmund (NABU Dortmund). Mittlerweile besteht sie aus fast 20 äußerst motivierten Leuten, die sich für den Naturschutz in den Dortmunder Wäldern einsetzen wollen. Die Kartierung von sog. Habitatbäumen steht im Mittelpunkt. Eine Auflistung der Tätigkeiten findet sich hier.

Vielen Menschen liegt der Wald sehr am Herzen. Schon als Kind haben sicher viele von uns lange Stunden im Wald verbracht und vielleicht als Waldtroll oder Indianer seine Geheimnisse erkundet. Aber auch für viele Erwachsene stellt er einen Inbegriff von Wildnis und Natur dar und man findet dort Ruhe und Entspannung: der Duft des Waldbodens, das Rascheln im Laub, der erste Gesang der Vögel im Frühjahr, einmal richtig durchatmen bei einem Spaziergang, Abschalten vom Stress des Alltags.

Doch der Wald hat viele Funktionen. Gerade in Ballungsräumen wie Dortmund hat er eine bedeutende Erholungsfunktion. Gleichzeitig dient er aber auch der Holzproduktion, schützt das Klima durch die Bindung von Kohlendioxid und Schadstoffen, stellt die Frischluftzufuhr in den Siedlungbereichen sicher und nicht zuletzt stellt er einen Lebensraum für eine große Anzahl unserer heimischen Tier- und Pflanzenarten dar.

All diese Ansprüche an den Wald sind nicht immer einfach miteinander vereinbar. So ergeben sich Konflikte zwischen Erholungsnutzung und der Störungsempfindlichkeit vieler waldlebender Tierarten, Schadstoffeinträge wie saurer Regen führen zur Schädigung der Bäume und auch die forstliche Nutzung führt zu einem Verlust von für viele Arten lebenswichtigen  Lebensraumstrukturen. Wirkliche Urwaldbäume finden sich z.B. in den heutigen Wäldern kaum noch. Mittlerweile gibt es einige Bestrebungen diesen Problemen entgegen zu wirken.

So sollen auch in Dortmunder Wäldern, die überwiegend als Naturschutzgebiete ausgewiesen sind, zum Teil besonders wertvolle Bäume aus der Nutzung genommen und so kleinräumig Altholzinseln erhalten werden, um Lebensräume für Arten zu schaffen, die auf alte und morsche Baumbestände oder Totholz angewiesen sind. Dazu gehören z.B. höhlenbrütende Vogelarten wie Kleiber, Meisen, Spechte oder die Hohltaube, Hornissen, Wespen, Fledermäuse, holzbewohnende Käfer und einige Pilzarten, von denen viele auf der Roten Liste als gefährdet eingestuft sind. Aber auch andere Strukturen wie z.B. Feuchtbiotope, Quellbereiche und Vorkommen weiterer seltener und geschützter Pflanzen- und Tierarten, z.B. Amphibien oder Orchideen stellen wertvolle Bestandteile des Waldes dar. Die Kenntnisse über Vorkommen dieser Arten und die für sie überlebenswichtigen Elemente innerhalb der Wälder sind leider äußerst gering, so dass gezielte Schutzmaßnahmen oft schwierig sind.

Nach dem Motto: „Wir können nur schützen, was wir kennen“, ist es daher unser Ziel, unter anderem die oben genannten Strukturen, die eine wichtige Rolle im Ökosystem Wald einnehmen, zu erfassen. So sollen beispielsweise während des Winters, wenn keine Blätter an den Bäumen sind, Horst- und Höhlenbäume aufgenommen werden. Im Frühjahr beginnt die Erfassung der Vogelfauna, die Aufnahme botanischer Besonderheiten und die Kartierung von Fledermausvorkommen.

Mit Hilfe der erhobenen Daten wollen wir eine verwertbare Grundlage schaffen, um in Zusammenarbeit mit dem Forst Maßnahmen zur stärkeren Berücksichtigung des Naturschutzes in den Dortmunder Wäldern zu entwickeln.

Die Wald AG plant u.a., waldbezogene Daten sukzessive zu sammeln und in eine Datenbank einzustellen. Insbesondere sollen Horstbäume, Höhlenbäume und deren Anzahl pro Flächeneinheit kartiert werden.

Kontakt:  Meike Hötzel Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Was steht an?

  • 6.5.2017, 11:00 Uhr: Ökologisch Kochen mit dem BUND
  • 14.5.2017, 10:45 Uhr: Wanderung "Rund um Barop"
  • 18.5.2017, 19:00 Uhr: BUND-Monatstreffen
 

Der BUND Dortmund sucht

Bewerbungen hier

 

Nachhaltige Hilfe für die Dortmunder Natur

Unterstützen Sie unsere Arbeit, werden Sie Mitglied.

Weitere Informationen

 
BUNDfalter
 

Jetzt zum Ökostrom- anbieter wechseln!

Atomausstieg selber machen
 

Metanavigation: