Sie befinden sich hier:

17.07.2016 Westfalenhütte - Chance für mehr Grün nutzen

Die Naturschutzverbände haben sich ablehnend zur Änderung des Regionalplans für das 300 Hektar große Gelände der ehemaligen Westfalenhütte geäußert. In einer 9-seitigen Stellungnahme kritisieren sie insbesondere die zugunsten der Erweiterung von Industrie- und Gewerbebereichen nach Osten und Süden beabsichtigte Rücknahme von Freiraum- bzw. Grünbereichen und das Heranrücken von Industrie- und Gewerbe an Wohnbauflächen.

Der gültige Regionalplan stellt für die äußeren Bereiche des ehemaligen Westfalenhüttengeländes „Allgemeinen Freiraum- und Agrarbereich“ dar. Dieser Freiraumring ist Bestandteil eines Freiraumnetzes in Verbindung mit den umliegenden Bereichen Nordfriedhof, Burgholz, Hoeschpark, Kirchderner Wald und dem regionalen Grünzug südlich Scharnhorst mit dem Klärwerk und Rückhaltebecken sowie dem Naturschutzgebiet „Alte Körne“.

Nunmehr soll das Gelände vorrangig zu einem großen, zusammenhängenden Industrieareal entwickelt werden. Hierzu werden die im Regionalplan dargestellten Freiraumbereiche zugunsten von neuen Gewerbe- und Industriebereichen und neuen Straßenverbindungen reduziert (s. Plan). Die geplanten GIB-Erweiterungen rücken näher an die bislang dargestellten Wohnsiedlungsbereiche (ASB) heran. Insgesamt soll die GIB-Darstellung um ca. 77,5 ha vergrößert werden. Die bislang dargestellten Wohnbebauungsflächen (ASB) werden um 39,2 ha reduziert und der im Regionalplan dargestellte Agrar- und Freiraumbereich um ca. 38 ha verkleinert. Dadurch würde nach Auffassung der Naturschutzverbände die einmalige Chance zur nachhaltigen Entwicklung der größten verbliebenen ehemaligen Industriefläche Dortmunds vertan.

Auch die Zerschneidung durch die geplante Nordspange (Hoesch-Allee) wird kritisch gesehen. Im gültigen Flächennutzungsplan und dem Regionalplan ist hier eine breite Grünverbindung dargestellt, die nunmehr stark reduziert werden soll. Die Ausstattung der neuen Straßenverbindung mit Grünelementen kann die ursprüngliche Grünverbindung nicht gleichwertig ersetzen.

Nach Auffassung der Naturschutzverbände darf sich die Gesamtplanung nicht ausschließlich auf die monotone Errichtung großflächiger Logistikhallen und Asphaltflächen konzentrieren. Im immissionsbelasteten Dortmunder Norden sind die Belange des Umwelt- und Naturschutzes sowie der Stadtentwicklung und Naherholung stärker zu berücksichtigen als bislang. Die Erfahrungen der Stadt bei der Reaktivierung der ehemaligen Montan- und Konversionsflächen (wie Phoenix) sollten genutzt und zum Maßstab der weiteren Planung gemacht werden.

Eine umfassenden Darstellung ist in einer Ratsvorlage enthalten.


Was steht an?

  • 6.5.2017, 11:00 Uhr: Ökologisch Kochen mit dem BUND
  • 14.5.2017, 10:45 Uhr: Wanderung "Rund um Barop"
  • 18.5.2017, 19:00 Uhr: BUND-Monatstreffen
 

Nachhaltige Hilfe für die Dortmunder Natur

Unterstützen Sie unsere Arbeit, werden Sie Mitglied.

Weitere Informationen

 
BUNDfalter
 

Jetzt zum Ökostrom- anbieter wechseln!

Atomausstieg selber machen
 

Metanavigation: