Sie befinden sich hier:

25.08.2015 Kletterpartie für den Vogelschutz

Die scharfen Augen von Teilnehmer/innen unserer naturkundlichen Wanderung am 3. Mai 2015 durch den Rahmkewald haben einem jungen Mäusebussard möglicherweise das Leben gerettet. Wir fanden den Jungvogel am Fuße einer über 20 Meter hohen Buche und schalteten Gudrun Hartisch von der Pflegestation des NABU ein. Sie half mit Unterstützung von Falkner Wolfgang Teichert, Baumkletterer John Higgins und Peer Stockhausen sowie Berater Hermann Knüwer. (Text: Stefanie Kurenbach, Fotos: Knüwer/Lukschütz).

"Die scharfen Augen von Teilnehmer/innen der BUND-Wanderung könnten einem jungen Mäusebussard das Leben gerettet haben: Bei einer von Thomas Quittek geführten „Naturkundlichen Wanderung rund um Barop“ am 3. Mai entdeckten Teilnehmer/innen den Jungvogel, der aus dem Nest gefallen war. So gelangte der etwa acht Tage alte Vogel zu uns in die Vogelpflegestation.

Lautstark forderte das graue Federbündel dort sein Futter und legte so schnell an Gewicht zu. Innerhalb von vier Tagen hatte sich das Gewicht von zunächst 128 Gramm mehr als verdoppelt, der Vogel brachte jetzt 262 Gramm auf die Waage. Allerdings konnte er zunächst nicht ins Nest zurückgesetzt werden, weil ein Auge entzündet war und mit Augentropfen behandelt werden musste. Möglicherweise war dies sogar der Grund, warum der Jungvogel aus dem Nest geworfen wurde.

Nachdem die Entzündung abgeheilt war, brachten wir den Vogel am 11. Mai zu Wolfgang Teichert, einem Falkner aus Dortmund-Dorstfeld. Er hatte sich bereit erklärt, den Vogel weiter zu pflegen und mit einem beinah gleichalten Harris-Hawk zusammen zu setzen. So musste der Mäusebussard nicht alleine leben und hatte ein angemessenes soziales Umfeld.

Zehn Tage später meinte Herr Teichert, es werde Zeit, den Vogel ins Nest zurück zu setzen. Allerdings befand sich das Nest in rund 20 Metern Höhe in einer Buche, so dass zunächst ein Baumkletterer gefunden werden musste, der den Rücktransport übernehmen konnte. Durch einen Tipp unserer Landschaftsgärtners nahmen wir Kontakt zu dessen Kollegen John Higgins, einem Neuseeländer, auf. Dieser war auch sofort bereit, die Aufgabe gemeinsam mit Peer Stockhausen zu übernehmen.

Neben Herrn Teichert beriet auch Hermann Knüwer die beiden Kletterer, bevor sie sich auf den Weg machten – schließlich sollten sie wissen, wie ein Bussardnest aussieht und mit welchen möglichen Reaktionen der Eltern- oder Geschwistervögel sie rechnen mussten. Am 29. Mai war es dann endlich so weit: Der junge Mäusebussard, der schon fast ausgefiedert war, trat die Reise zurück ins Nest und zu seinen zwei Geschwistern an. Ausgerüstet mit Klettergurten, Seilen und Helmen brachten die beiden Männer den Vogel zurück.

In den folgenden Wochen war Herr Teichert mehrfach vor Ort, um sich vom dauerhaften Erfolg der Aktion zu überzeugen.

Wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal herzlich bei den Männern bedanken, die zu diesem Erfolg beigetragen haben: Bei John Higgins und Peer Stockhausen, die diese ungewöhnliche Herausforderung mit Eifer und Spaß angenommen und hervorragend gemeistert haben; bei Herrn Teichert, der die Pflege für unseren gefiederten Schützling übernommen hat, sowie bei Hermann Knüwer für seine wertvollen Tipps." (Weitere Infos hier).


Was steht an?

  • 6.5.2017, 11:00 Uhr: Ökologisch Kochen mit dem BUND
  • 14.5.2017, 10:45 Uhr: Wanderung "Rund um Barop"
  • 18.5.2017, 19:00 Uhr: BUND-Monatstreffen
 

Der BUND Dortmund sucht

Bewerbungen hier

 

Nachhaltige Hilfe für die Dortmunder Natur

Unterstützen Sie unsere Arbeit, werden Sie Mitglied.

Weitere Informationen

 
BUNDfalter
 

Jetzt zum Ökostrom- anbieter wechseln!

Atomausstieg selber machen
 

Metanavigation: