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26.12.2014 Ein Platz für Spatz & Co – Artenschutz an Gebäuden

Dass sich Wärmedämmung und Artenschutz nicht ausschließen müssen, zeigt das Projekt des BUND mit dem Titel „Ein Platz für Spatz & Co“. Franco Cassese vom BUND zeigt Immobilienbesitzern Wege auf, wie sie trotz einer energetischen Sanierung ihres Gebäudes mit Hilfe spezieller Nistkästen Brutplätze von Mauerseglern und anderen Vogelarten erhalten bzw. im Rahmen der Sanierung neu schaffen können.

Das Projekt wurde von der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen (SUE), dem BUND NRW und der Kreisgruppe Hagen sowie der Biologischen Station Hagen ins Leben gerufen. Eines der Ziele ist es, Wohnungsgenossenschaften und –gesellschaften in NRW zu gewinnen, die bei anstehenden Wärmedämmmaßnahmen Nisthilfen in die Fassade integrieren.

Seit der Mensch Gebäude errichtet, gehören tierische „Untermieter“ in seine unmittelbare Umgebung. Sei es der Spatz unterm Dach, der Hausrotschwanz in einer Mauernische, der Mauersegler in Dachritzen oder die Fledermaus hinter der Schieferfassade oder auf dem Dachboden. Leider führt eine geänderte Bauweise schon seit längerem dazu, dass Nistmöglichkeiten für die genannten Arten verloren gehen. Bei Neubauten fehlen kleine Nischen und Hohlräume bzw. gehen bei der Wärmedämmung von Altbauten verloren.

Ein weiteres Ziel besteht darin, in allen Kreisen und kreisfreien Städten mindestens ein Referenzobjekt zu verwirklichen, um damit den Naturschutzverbänden vor Ort einen Einstieg in dieses Themenfeld zu erleichtern. Erfreulicherweise ist dies in Dortmund gleich an mehreren Stellen gelungen. Die Kooperationspartner hierbei waren die Vivawest GmbH, die Gemeinnützige Baugenossenschaft Dortmund-Lütgendortmund und die Dogewo21. Eine Übersicht über die realisierten und geplanten Objekte finden sich unter folgendem Link.

Häuser, an denen Artenschutzmaßnahmen entsprechend der Aktion umgesetzt werden, können eine besondere Auszeichnung in Form einer bedruckten Metall-Plakette (Format ca. DIN A 5) erhalten, die sichtbar außen an den jeweiligen Häusern befestigt wird.

Was im Rahmen des Projekts aufgrund seiner landesweiten Ausprägung nicht geleistet werden kann, ist die Erhebung von Daten zur Nutzung der integrierten Nisthilfen. Hier bietet sich ein lohnendes Betätigungsfeld für aktive Naturschützer vor Ort und insbesondere auch für „Neueinsteiger“, denn das Artenspektrum der „Gebäudebrüter“ ist überschaubar.

Projektbüro „Mehr Platz für Spatz & Co“
Franco Cassese
c/o Biologische Station Hagen e.V.
Haus Busch 2
58099 Hagen
Telefon: (02331) 84888
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Infos unter: www.gebaeudebrueterschutz.de
Hinweise zu Nistkästen für Mauersegler hier.

Film über Nisthilfen für Mauersegler in Dortmund (Naturkanal des NABU):
www.youtube.com/watch?v=233waUvVlRY&index=1&list=UUcwk1PG8Om0zWpFUnjXhyqg


Was steht an?

  • 6.5.2017, 11:00 Uhr: Ökologisch Kochen mit dem BUND
  • 14.5.2017, 10:45 Uhr: Wanderung "Rund um Barop"
  • 18.5.2017, 19:00 Uhr: BUND-Monatstreffen
 

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