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07.08.2009 Klimageräte - Beratung in Bau- und Elektromärkten mangelhaft

Um im Sommer Wohnräume zu kühlen, werden immer mehr Kompaktklimageräte gekauft. Schlechte Beratung stellten Mitglieder des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) bei Testbesuchen in Dortmunder Bau- und Elektromärkten fest. Kunden werden unzureichend über den hohen Stromverbrauch der Geräte informiert und bekommen viele höchst ineffiziente Modelle angeboten.

Bianca und Haiko Falk von der BUND-Kreisgruppe besuchten die Dortmunder Filialen der Ketten Saturn, Hornbach und Praktiker im Rahmen bundesweiter Testbesuche. Testerin Bianca Falk berichtet: "Auf den Stromverbrauch der Geräte hat uns kein Verkäufer selbständig hingewiesen. Dabei können die Kosten hierfür in einem heißen Sommer die für den ganzjährigen Betrieb eines Kühlschrankes bei weitem übertreffen. Besonders ärgerlich ist, dass die besonders ineffizienten Kompaktgeräte als günstigste und einfache Lösungen dargestellt werden, weil hier Kosten für Montage und Wartung durch Fachpersonal entfallen. Dabei wird verschwiegen, dass die Stromkosten nach wenigen Jahren die der Anschaffung um ein Vielfaches übertreffen."

Der BUND warnt Verbraucher insbesondere vor dem Kauf von Kompakt-Klimageräten. .Diese verbrauchen viel Energie für wenig Leistung, da die warme Luft mit einem Schlauch durch das gekippt stehende Fenster transportiert werden muss. Durch den dabei entstehenden Unterdruck dringt warme Luft von außen ein. Selbst ein Kompakt-Klimagerät der höchsten Effizienzklasse A benötigt 460 Kilowattstunden in den heißen Wochen, kostet den Verbraucher damit knapp 100 Euro im Jahr und belastet die private Ökobilanz mit 287 Kilogramm CO2. Die billigsten Angebote in den Dortmunder Märkten (146 bis 350 Euro) sind jedoch noch ineffizienter und erreichten nur schlechten Effizienzklassen C oder D.

Weiterhin bemängelt der BUND, dass bei den bei Hornbach und Saturn angeboten Modellen Stromverbrauch und Energieeffizienz der Angebote nicht lückenlos ausgezeichnet gewesen seien. Dabei sei der Handel seit 2004 verpflichtet, das EU-Effizienzlabel mit den Klassen A (sehr sparsam) bis G (sehr ineffizient) gut sichtbar an allen ausgestellten Geräten anzubringen.

Der BUND fordert die Handelsketten auf, Klimageräte aus dem Sortiment zu nehmen. Verbraucher sollten Klimageräte nur von Fachbetrieben und nach eingehender Energieberatung als Splitgeräte installieren lassen, wenn sie denn nicht auf das Klimagerät verzichten wollen. Split-Geräte bestehen aus zwei Apparaten, die innerhalb und außerhalb des Gebäudes angebracht werden. Aber auch ein Split-Gerät der Effizienzklasse A braucht 540 Kilowattstunden pro Jahr und verursacht damit 337 Kilogramm CO2.

Klimafreundlicher und billiger seien allerdings das bewährte Lüften und Schatten spendende Gardinen und Rollos sowie ggf. ein Ventilator.

Die vollständige Analyse des bundesweiten Tests ist auf www.bund.net/klimageraete verfügbar.


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