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31.10.2015 BUND übernimmt Patenschaften für Streuobstwiesen

Der BUND hat für drei städtische Streuobstwiesen in Kirchderne und Derne Patenschaften übernommen. Zu einem Pressetermin trafen sich Dr. Uwe Rath und Gesa Köster vom Umweltamt und Thomas Quittek und Obstgehölzpfleger Jochen Helle vom BUND auf der Streuobstwiese an der Karmschen Heide in Kirchderne. Mit den Patenschaften ist die Pflege der Wiesen und der Obstbäume sowie die Nutzung des Obstes durch den BUND verbunden. 

In Dortmund gibt es über 100 Streuobstwiesen, auf denen vor allem hochstämmige Apfelbäume wachsen. Etwa 30 dieser Obstwiesen befinden sich in der Obhut des Umweltamtes. Sie sind mit Fördermitteln des Landes im Rahmen der Landschaftspläne und als Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen angepflanzt worden. Die Bäume stammen überwiegend aus den 1990er bis 2000er Jahren; es gibt aber auch ältere Bestände aus den 1930er Jahren, die eine hohe Bedeutung für den Naturschutz haben. So brütet dort u.a. der seltene Steinkauz.

Die Arbeitsgruppe Streuobstwiesen des BUND führt an den Bäumen einen fachgerechten Obstbaumschnitt durch, pflegt die Wiesen und bestimmt die Sorten. Zur besseren Bestäubung der Blüten sollen Bienenbeuten aufgestellt werden und zur nächsten Brutsaison werden Nistkästen aufgehängt. Bei frisch gepflanzten Bäumen kommt es vor allem auf den richtigen Erziehungsschnitt in den ersten 6-8 Jahren an, damit sie eine tragfähige Krone bilden. Regelmäßiges Mähen oder Beweidung der Wiesen und die Kontrolle der Bäume auf Schäden durch Verbiss oder Wühlmäuse gehören auch dazu. Wenn diese Maßnahmen erfolgreich waren, können bei einigen Sorten nach 5 Jahren die ersten Äpfel geerntet werden. Manche Sorten lassen sich aber auch 10 Jahre Zeit bis zum ersten Ertrag. Danach beschert ein Apfel-Hochstamm bei guter Pflege 60 bis 80 Jahre lang fast jedes Jahr eine Ernte. Die Äpfel verwendet der BUND für seinen „Echt Dortmunder Apfelsaft“, für den der BUND jedes Jahr Äpfel sammelt und zum Selbstkostenpreis verkauft.

Um das Thema bekannter zu machen und den Kreis der Aktiven zu erhöhen, hat der BUND im Frühjahr drei Obstbaumschnittseminare durchgeführt, die im Nu ausgebucht waren. Großen Anklang fand die Präsentation heimischer Apfelsorten auf dem Kastanienfest im Rombergpark.

Wer Lust und Interesse an der Mitarbeit in der AG Streuobstwiesen hat, kann sich beim BUND melden (Tel. 16 28 24 oder BUNDteam(at)bund-dortmund.de).


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